Übersicht ArcGIS -Standardanalysen bei Landschaftsbewertungen: Unterschied zwischen den Versionen

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(5. Faktorkombinationen mit Rasterdaten)
(Beibehalten von Gridwerten in einer Raster-Kombination)
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=== Beibehalten von Gridwerten in einer Raster-Kombination ===
 
=== Beibehalten von Gridwerten in einer Raster-Kombination ===
  
* Ein Faktor soll alle anderen BEwertungsfaktoren (aus denen z.B. einen Durchnittliche BEwertung abgeleitet wird übersteuern) Dazu ist das GRid so vorzubereiten, dass es in diesem Bereich in dem seinen Values gelten die entsprechenden Werte aufweist und alle anderen ZEllen den Wert 'NoData' enthalten. Dies wird mit Reclassify erreicht, wobei belieige Werte zum Wert 'nodata' reklassiert werden können.
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* Ein Faktor soll alle anderen Bewertungsfaktoren (aus denen z.B. eine durchnittliche Bewertung abgeleitet wird) übersteuern. Dazu ist das Grid so vorzubereiten, dass es in diesem Bereich in dem seinen Values gelten die entsprechenden Werte aufweist und alle anderen Zellen den Wert 'NoData' enthalten. Dies wird mit Reclassify erreicht, wobei beliebige Werte zum Wert 'NoData' reklassiert werden können.
 
** ''Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify''
 
** ''Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify''
* Anschliessend kann die Überlagerung in einem Map Algebraausdruck durchgeführt werden. Die Rasterfunktion heisst MERGE. Der Ausdruck wird folgendermassen verwendet:  
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* Anschliessend kann die Überlagerung in einem MapAlgebra Ausdruck durchgeführt werden. Die Rasterfunktion heisst MERGE. Der Ausdruck wird folgendermassen verwendet:  
** Merge(Grid1, Grid2) -> Werte vom Grid1 bleiben, Werte aus Grid2 werden im nodatabereich von Grid1 übernommen
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** Merge(Grid1, Grid2) -> Werte vom Grid1 bleiben, Werte aus Grid2 werden im nodata-Bereich von Grid1 übernommen
** Merge(Grid1, Grid2, Grid3) -> Werte vom Grid1 bleiben, Werte aus Grid2 werden im nodatabereich von Grid1 übernommen, Werte vom Grid3 werden im übrigen Nodatabereich von Grid2 übernommen.
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** Merge(Grid1, Grid2, Grid3) -> Werte vom Grid1 bleiben, Werte aus Grid2 werden im nodata-Bereich von Grid1 übernommen, Werte vom Grid3 werden im übrigen Nodatabereich von Grid2 übernommen.
** Merge(Grid1, ((Grid2 + Grid3) /2) -> Werte vom Grid1 bleiben, Mittelwerte aus Grid2 und 3 werden im nodatabereich von Grid1 übernommen.
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** Merge(Grid1, ((Grid2 + Grid3) /2) -> Werte vom Grid1 bleiben, Mittelwerte aus Grid2 und 3 werden im nodata-Bereich von Grid1 übernommen.
 
** ''Toolbox: Spatial Analyst Tools – Map Algebra – Single Output Map Algebra''
 
** ''Toolbox: Spatial Analyst Tools – Map Algebra – Single Output Map Algebra''

Version vom 10. Oktober 2007, 19:02 Uhr

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Tipps und Tricks für das Modellieren von räumlichen Problemen in Landschaftsbwertungen:

1. Lokale Bewertungen:

1.1 Bewerten von Datenebenen, die den zu bewertenden Faktor bereits enthalten.

  • Daten können direkt vom Vektor ins Rasterformat konvertiert werden. Das Attribut welches den Faktor enthält als Gridvalue bestimmen.
    • Toolbox: Conversion Tools – To Raster – Feature to Raster
  • Das umgewandelte Raster kann direkt mit Reklassify bewertet werden.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify

1.2 Der zu bewertende Faktor muss aus mehren Attributen abgeleitet werden

  • Ausgangsdaten in einen Bereich mit Schreibrechten kopieren
  • Neues Faktorfeldanfügen (ArcCatalog)
  • Attributtabelle der FeatureClass in ArcMap öffnen
  • Entweder: Faktor aus Ausgangsattributen berechnen (Calaculate Field)
  • Oder: Über Selektionsabfragen (Select by Attributes) die mit einem bestimmtenFaktor auszufüllenden Datensätze selektieren und diesen mit Calculate Value den Faktor ausfüllen
  • Anschliessend vorgehen wie bei 1.1

1.3 Der zu bewertende Faktor muss aus Attributen von mehreren Featurclasses abgeleitet werden

  • Die Attributtabellen der FeaturCLasses mit Verschneidungsoperationen (Intersect/Union) oder mit räumlichen Tabellenverbindungen (Spatial Join) zusammenführen
  • Anschliessend Vorgehen wie bei 1.2


2. Bewerten von Distanzen

2.1 Distanzen auf bestimmte Objekte können auf mehrere Arten erzeugt werden:

  • Evt. relevante Objekte aus eine Datensatz filtern wenn nicht alle Datensätze einer FeatureClass für die Fragestellung von Bedeutung sind :Layer Properties – Definition Query
  • Entweder: Objekte mit Puffern und Anschliessend Bufferpolygone in Raster umwandeln
    • Toolbox: Analysis Tools – Proximity – Buffer (oder Multible Ring Buffer)
    • Toolbox: Conversion Tools – To Raster – Feature to Raster
  • Oder: Distanzwerte im Raster berechnen
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Distance – Euclidean Distance
  • Oder: Kostendistanzen wenn nicht Luftlinien sonder funktionale Distanzen mt Berücksichtigung von Hundernissen gefragt sind.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Distance – Cost Distance
  • Die Distanzwerte als Raster können dann mit Reklassify bewertet werden.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify


3. Bewerten von Nachbarschaften

3.1 Nachbarschaft (z.B. viele wWertvolle Objekte in der Nachbarschat vorhanden?)

  • Die nachbarschaftsbestimmenden Faktoren in ein Rasterformat bringen (wie bei 1.1)
  • Planen, welche statistische Grösse einer Serie von Zellwerten in einer Nachbarschaft, dieses Faktor massgebend ist (z.B: die Summe, Der Durchschnitt, die Varianz der Zellwerte in einem Bereich)
  • Bei Bedarf mit Reclassify die Zellwerte des Faktorgrids entsprechend anpassen (Alternativ knn auch einen Zellwerteumrechung über eine MapAlgebra-Funktion zum Ziel Fführen)
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass – Reclassify
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Map Algebra – Single Output Map Algebra
  • Durchführen einer Nachbarschaftsstatistik:
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Neighborhood – Focal Statistics
  • Nachbarschaftswerte als Raster können dann mit Reklassify bewertet werden.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify

3.2 Dichteanalysen (z.B. Populationsverteilungen)

  • Ausgangsdaten sind Punktdaten mit einem ‘Populationsfeld’ vom Typ Zahl
  • Die Dichtefunktion kann direkt auf die Punktfeaturclass angewendet werden undliefert ein Rasterdatensatz als Ergebnis
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Density – Kernel Density
  • Die Dichtewerte als Raster können dann mit Reklassify bewertet werden.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify

4. Oberflächen/Relief bewerten

4.1 Ab DHM-Grid

  • Höhenstufen sind im Grid schon enthalten, diese können mit Reclassify direkt bewertet werden
  • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify
  • Die Neigung kann in Grad oder % aus dem DHM abgeleitet werden
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Surface - Slope
  • Die Expostion kann in Grad Azimuth aus dem DHM abgeleitet werden
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Surface - Aspect
  • Die Besonnung kann als Schummerung mit der Angabe eines virtuellen Sonnenstandes wahlweisemit oder ohnenSchlagschatten aus dem DHM abgeleitet werden.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Surface – Hillshade

4.2 Sichtbarkeiten, wieviel von einem Objekt ist sichtbar?

  • Objekte mit Sichtbeziehungsreferenzpunkten repräsentieren (Punkte FeaturClass)
  • Berechnen der Anzahl Referenzpunkt die von den jeweiigen Rasterzellen aus sichtbar sind
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Surface - Viewshed

4.3 Höchste Erhebungen/tiefste Einschnitte finden

  • Vom DHM mit Focal Statistics die durchnittliche Höhe im Umkreis von xxx m berechnen (siehe 3.1)
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Neighborhood – Focal Statistics
  • Mit Map Algebra die Differenz von Echter Höhe (DHM) und Durchnittshöhe im Umkreis berechnen.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Map Algebra – Single Output Map Algebra
  • Mit Reclassify die Extremwerte im positiven und negativen Bereich heraussuchen
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify

5. Faktorkombinationen mit Rasterdaten

5.1 Zellwerte direkt miteinander verrechnen

  • Mit Single Output Map Algebra können beliebige Gridwerte miteinander kombiniert werden (z.B.: Grid1 + Grid 2, Grid1 * Grid2, SQRT(Grid1 * Grid2) [=Quadratwurzel], TAN(Grid1) [=Tangenz], etc.)
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Map Algebra – Single Output Map Algebra


5.2 Gridfaktoren kombinieren und jede Kombination individuell bewerten

  • Bewertungsmatrix in der folgenden Form erstellen:
 GridValues     Grid2: 1     2     3
 Grid1	
 1	                10    5	    0
 2	                20    27    50
 3	                30    50    100
  • Grid1 und Grid2 kombinieren mit Map Algebra - Ausdruck: (Grid1 * 10) + Grid2
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Map Algebra – Single Output Map Algebra
  • Bewertung auf Kombinationsgrid mit Reclassify übertragen, wobei die Kombinationsvalue immer einem Feld dr obigen Matrix entspricht (11 = Grid1:value1 und Grid2:value1 und wird zu 10, oder 23= Grid1:value2 und Grid2:value3 und wird zu 50)


Details zur Automatisierung dieses Arbeitsschrittes mit Modelbuilder finden sich hier: Raster-Reklassierung_über_den_ModelBuilder

5.3 Maximalwerte aus unterschiedlichen GRIDs finden

  • Gesetzt der Fall, aus zwei Bewertungsfaktoren soll nicht einfach der Durchschnittswert für jede Rasterzelle berechnet werden, sondern jeweils der Maximale Wert aus beiden Faktoren (oder der Minimale), dann kann die Funktion Zellen-Statistik genutzt werden. Damit lassen sich einfach Maximale oder Minmale Werte pro Rasterzelle aus einer beliebigen Anzahl Imput-Grids finden.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools - Local - Cell Statistics

Beibehalten von Gridwerten in einer Raster-Kombination

  • Ein Faktor soll alle anderen Bewertungsfaktoren (aus denen z.B. eine durchnittliche Bewertung abgeleitet wird) übersteuern. Dazu ist das Grid so vorzubereiten, dass es in diesem Bereich in dem seinen Values gelten die entsprechenden Werte aufweist und alle anderen Zellen den Wert 'NoData' enthalten. Dies wird mit Reclassify erreicht, wobei beliebige Werte zum Wert 'NoData' reklassiert werden können.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Reclass - Reclassify
  • Anschliessend kann die Überlagerung in einem MapAlgebra Ausdruck durchgeführt werden. Die Rasterfunktion heisst MERGE. Der Ausdruck wird folgendermassen verwendet:
    • Merge(Grid1, Grid2) -> Werte vom Grid1 bleiben, Werte aus Grid2 werden im nodata-Bereich von Grid1 übernommen
    • Merge(Grid1, Grid2, Grid3) -> Werte vom Grid1 bleiben, Werte aus Grid2 werden im nodata-Bereich von Grid1 übernommen, Werte vom Grid3 werden im übrigen Nodatabereich von Grid2 übernommen.
    • Merge(Grid1, ((Grid2 + Grid3) /2) -> Werte vom Grid1 bleiben, Mittelwerte aus Grid2 und 3 werden im nodata-Bereich von Grid1 übernommen.
    • Toolbox: Spatial Analyst Tools – Map Algebra – Single Output Map Algebra