GIS2 2010 Gruppe 9: Unterschied zwischen den Versionen

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Die beiden Faktoren Bebauung und Wärmequellen inklusive deren Gewichtung werden schliesslich miteinander multipliziert. Für ein Fernwärmepotential müssen die Werte beider Faktoren also einen hohen Wert aufweisen.
  
 
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Version vom 9. November 2010, 23:30 Uhr

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Fernwärmepotential

Die in geeigneten Anlagen (KVA, ARA, Heizzentralen etc.) anfallende Wärme kann für die Beheizung von Bauten und Anlagen in der näheren Umgebung genutzt werden. Anhand von Geoinformationssystemen sollen geeignete Standorte in der Stadt Winterthur und Umgebung erfasst werden.

Stakholder

Das Thema wird aus Sicht der Stadt Winterthur betrachtet.

Bewertung

Bewertungs - Inhalt

Die Bewertung basiert auf zwei Faktoren. Einerseits der Distanz zur Wärmequelle sowie der Dichte der Bebauung. Als Wärmequellen werden Kehrichtverbrennungsanlagen, Abwasserreinigungsanlagen, Heizzentralen, Energieholzanlagen und Erdwärme angenommen. Ökonomisch kann Fernwärme ab einer 3-geschossigen Bebauung genutzt werden. Je dichter die Bebauung, desto effizienter kann jedoch ein Fernwärmenetz betrieben werden. Durch die unterschiedlichen Zonenarten des Nutzungsplanes ergibt sich leicht ein Bild über die mögliche Überbauungsdichte im Siedlungsgebiet. Überschneidet man den Nutzungsplan mit den Standorten der Wärmequellen, ergibt sich ein Überblick über die Fernwärmepotentiale der Region Winterthur.

Skizze Fernwärmepotential.jpg

Bewertungs - Faktoren

  • Dichte der Bebauung
  • Entfernung zur Wärmequelle

Faktor 1: Bebauung

Um die Fernwärmeenergie haushälterisch zu Nutzen, ist mindestens eine 3-geschossige Bebauung nötig. Somit werden Zonen niederer Dichte nicht berücksichtigt bzw. erhalten einen Wert von null. Umso höher die Siedlungsdichte, desto höher wird der Wert der Zone.

Werteverteilung Bebauung
Wohnen Industrie Kern/Zentrum/OeBuA
Zone Wert Zone Wert Zone Wert
WV3 60 IH3H 50 OE 80
W3N 60 I3H 50 K3 60
WG3 60 IHOE 60 Z4H 70
WG4 80 IH6H 80 Z3H 60
W3 60 IH8H 100 Z5 80
W4N 80 IH5H 70 Z3 60
QW3 60 I3N 50 Z6H 90
WG3N 60 I6N 80 K4 70
W4 80 IH4H 60 Z7H 100
W3H 60 IH4N 60 NoData 0
WG4N 80 I3 50 - -
WG3H 60 IH4 60 - -
WG5 100 IH6N 80 - -
Q3 60 IH3 50 - -
WV4 80 NoData 0 - -
WV3N 60 - - - -
NoData 0 - - - -

Faktor 2: Distanz

Die Region Winterthur verfügt über diverse Wärmequellen in Siedlungsnähe. Die verschiedenen Wärmequellentypen unterscheiden sich in ihrem Energiepotential und ihrer Ergiebigkeit. Dies wiederum wirkt sich auf die maximale Länge des möglichen Wärmenetzes aus. Je grösser die Distanz zwischen Wärmequelle und Wärmeziel, desto geringer wird der Wert.

Werteverteilung Wärmequellen
KVA Heizzentrale Energieholzanlage ARA Erdwärme
Distanz Wert Distanz Wert Distanz Wert Distanz Wert Distanz Wert
0-150m 100 0-75m 100 0-75m 100 0-50m 100 0-50m 100
150-300m 95 75-150m 90 75-150m 90 50-100m 95 50-100m 90
300-450m 90 150-225m 80 150-225m 80 100-150m 90 100-150m 80
450-600m 85 225-300m 70 225-300m 70 150-200m 85 150-200m 70
600-750m 80 300-375m 60 300-375m 60 200-250m 80 200-250m 60
750-900m 75 375-450m 50 375-450m 50 250-300m 75 250-300m 50
900-1050m 70 450-525m 40 450-525m 40 300-350m 70 300-350m 40
1050-1200m 65 525-600m 30 525-600m 30 350-400m 65 350-400m 30
1200-1350m 60 600-675m 20 600-675m 20 400-450m 60 400-450m 20
1350-1500m 55 675-750m 10 675-750m 10 450-500m 55 450-500m 10
1500-1650m 50 NoData 0 NoData 0 500-550m 50 NoData 0
1650-1800m 45 - - - - 550-600m 45 - -
1800-1950m 40 - - - - 600-650m 40 - -
1950-2100m 35 - - - - 650-700m 35 - -
2100-2250m 30 - - - - 700-750m 30 - -
2250-2400m 25 - - - - 750-800m 25 - -
2400-2550m 20 - - - - 800-850m 20 - -
2550-2700m 15 - - - - 850-900m 15 - -
2700-2850m 10 - - - - 900-950m 10 - -
2850-3000m 5 - - - - 950-1000m 5 - -
NoData 0 - - - - NoData 0 - -

Faktorkombination: Gewichtung und Überlagerung

Die Nutzungstypen und Wärmequellen werden jeweils anhand ihres Nutzens für Fernwährmenetze gewichtet.

Gewichtung Bebauung

Die dicht besiedelten und intensiv genutzten Zonen eignen sich sehr gut für einen Anschluss an ein Fernwärmenetz. Deshalb erhalten die Zonen Kern, Zentrum und Öffentliche Bauten und Anlagen sowie die Wohnzohnen eine hohe Gewichtung. Die Industrie weist hingegen einen kleineren Bedarf bezüglich der Fernwärmenutzung auf und wird deshalb geringer gewichtet.

Nutzungstyp Gewichtung

Kern/Zentrum/OeBuA

1.5

Wohnen

1.25

Industrie

0.5

Gewichtung Wärmequellen

Mit Ausnahme der Erdwärme werden alle Wärmequellen gleich gewichtet, einzig die Erdwärme wird aufgrund der noch nicht vorhanden Infrastruktur (Geothermieanlagen) für eine Nutzung des Potentials geringer gewichtet.

Typ Gewichtung

KVA

1

Heizzentrale

1

Energieholzanlage

1

ARA

1

Erdwärme

0.5

Überlagerung

Die beiden Faktoren Bebauung und Wärmequellen inklusive deren Gewichtung werden schliesslich miteinander multipliziert. Für ein Fernwärmepotential müssen die Werte beider Faktoren also einen hohen Wert aufweisen.

Karte

Folgende Karte gibt Aufschluss über die Fernwärmepotentiale in Winterthur und Umgebung.

Berwertungskarte Fernwärmepotential.jpg


Diagramm

Diagramm Fernwärmepotential.jpg