Lokalnamen in Kürze: Unterschied zwischen den Versionen

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'''«Geografische Namen der Landesvermessung und der amtlichen Vermessung»'''
 
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''nicht dazu gehören Namen von postalische Ortschaften und Strassennamen, obschon diese ebenfalls in der amtlichen Vermessung verwaltet werden.''
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''nicht dazu gehören Namen von postalische Ortschaften und Strassen, obschon diese ebenfalls in der amtlichen Vermessung verwaltet werden.''
  
  

Version vom 14. August 2010, 15:09 Uhr

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Ortsnamen.jpg Lokalnamen.jpg
Ortsnamen Lokalnamen (Flurnamen)


Begriffe

Der rechtlich Begriff für den hier im Wiki verwendete Begriff «Orts- und Lokalnamen» lautet gemäss Verordnung über geografische Namen (GeoNV):

«Geografische Namen der Landesvermessung und der amtlichen Vermessung»

nicht dazu gehören Namen von postalische Ortschaften und Strassen, obschon diese ebenfalls in der amtlichen Vermessung verwaltet werden.


Der Begriff umfasst die Namen von topografische Objekten wie:

  • Ortsnamen (Siedlungsnamen): Namen von Städten, Dörfern, Ortsteilen/Quartieren und Weilern
  • Lokalnamen (Flurnamen): Namen von Kulturlandstücken (Fluren), Bergen, Tälern, Wälder, Gewässer usw.


Synonyme:

  • Orts- und Flurnamen
  • bewohnte und unbewohnte Orte (ehemaliger rechtlicher Begriff)
  • Flurnamen (im weiteren Sinn, populär)
  • Ortsnamen (im weiteren Sinn, ehemaliger rechtlicher Begriff)
  • Lokalnamen(im weiteren Sinn, ehemaliger rechtlicher Begriff)


Details zu den Begriffen vgl. hier


Historischer Hintergrund

  • 1937 Instruktion für die Erstellung neuer Landeskarten mit Grundsatz zur Schreibweise von Orts- und Lokalnamen:
    • Ortsnamen, welche ohne weiteres in der Schriftsprache, als die allgemein gültige Verkehrssprache übertragen werden können und an Ort und Stelle in dieser Schreibweise gebraucht werden, bekannt und verständlich sind, sind in der Schriftsprache wiederzugeben.
    • Ortsnamen, welche dagegen nur im landläufigen Dialekt existieren und nur in dieser Form bekannt und verständlich sind, müssen in Dialektform geschrieben werden».
  • 1938 Bundesratsbeschluss über die Schreibweise der Lokalnamen bei Grundbuchvermessungen
    • Mundartnamen wurde nicht behandelt, Grundsätze von 1937 blieben gültig (z.T. wird behauptet, dass der Bundesrat in diesem Beschluss für Namen lokaler und geringer Bedeutung Mundart vorschrieb, was jedoch nicht zutrifft)
    • Für die Schreibweise von Siedlungsnamen ist die Zustimmung des Bundes nötig
  • 1947-1948 Streit betreffend der Regelung von Mundartnamen Forderungen:
    • Grundsätze der Instruktion von 1937 beibehalten
    • neu alle Namen in möglichst in lautgetreuen Mundart ändern
  • 1948 Weisungen für die Erhebung und Schreibweise der Lokalnamen bei Grundbuchvermessungen in der deutschsprachigen Schweiz
    • Eduard Imhof, ETH Professor für Kartografie hatte zusammen mit namhaften Sprachwissenschaftlern eine Kompromisslösung ausgearbeitet, welche die Anliegen der Benutzer nach möglichst hoher Anlehnung an das Schriftbild der Schriftsprache resp. möglichst einfache Schreib- und Lesbarkeit und Anliegen der Namenforschung nach möglichst lautgetreuer Mundarschreibung berücksichtigt.
  • 2005/2006 Revidierte Schreibregeln Toponymische Richtlinien sowie Leitfaden Toponymie wurde von den Benutzern abgelehnt, da sie zu viel Mundart zuliessen
  • 2007 Behandlung der Flurnamen im Nationalrat
  • 2008 In Kraftsetzung der Geoinformationsgesetzgebung und der Verordnung über geografische Namen (GeoNV)


Weitere Details zum historischen Hintergrund vgl. hier



Rechtliche Grundlagen

Interessenkonflikte

Sprache

Situation in einzelnen Kantonen

= Deutschsprachige Schweiz

Hintergrund: Vgl. Kap 2-5

Bern

Schaffhausen

St. Gallen

Thurgau

Zürich

Französischsprachige Schweiz

  • Die Mundart ist in der welschsprachigen Schweiz praktisch ausgestorben

Italienischsprachige Schweiz

  • Mundartlich und Schriftsprachlich ausgerichtete Namen gemischt
  • Mundartliche Namen z.T. problematisch wegen Sonderzeichen und wegen grossen Unterschieden zur Schriftsprache


Rätoromanische Schweiz

Weblinks