GIS2 2012 Gruppe 8

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Wo ist das Risiko für Verarmung hoch, wo tief? [Übung 1]

Die Wohnstandortwahl der Bevölkerung ist stark von deren finanziellen Mitteln abhängig. In exklusiven Wohnlagen ist das Risiko zu verarmen eher gering, da an solchen Wohnlagen tendenziell ein höherer Wohlstand anzutreffen ist. Ob eine Wohnlage als exklusiv gilt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zu diesem Zweck wurde ein Modell erstellt um die Zusammenhänge zu bewerten. Das Ergebnis wurde abschliessend in einer Risikokarte dargestellt.


Ideensammlung

Die Ideensammlung dient als Grundlage für die Ausarbeitung der relevanten Faktoren und zeigt den ungefähren Umfang der vorliegenden Arbeit auf.


  • Einzugsbereich Bildungsstätten [ + ]
  • Grundversorgung [ + ]
  • ÖV-Erschliessung [ + ]
  • Arbeitsplätze (Dichte) [ + ]
  • Attraktivität und Wohnqualität [ + ]
  • Erreichbarkeit (Zentrum) [ + ]
  • Nähe zu Grünflächen [ + ]


  • Strassennähe (Luft: CO2, Nox und PM10/Lärm: ESI, ESII, ESIII und Lärmkataster) [ - ]
  • Fluglärm [ - ]
  • Bausubstanz -> Alter [ - ]
  • Landpreis (Sonne/Schatten) [ - ]
  • Einwohnerdichte (Rasterdaten) [ - ]

Funktionsmodell

Aufbauend auf die Ideensammlung wurden übergeordnete Fakroten und Teilfaktoren ausgearbeitet.

Übergeordnete Faktoren

Folgende übergeordnete Faktoren beeinflussen das Verarmungsrisiko:


Ft grafik new.png

Teilfaktoren

Das Verarmungsrisiko wird durch positive [ + ], negative [ - ] und neutrale [ -+ ] Teilfaktoren beeinflusst. Durchgestrichene Teilfaktoren (z.B. Seesicht) sind nicht Bestandteil der vorliegenden Risikoberechnung, da die Datengrundlagen nicht vorhanden waren oder die Teilfaktoren kaum einen Einfluss auf das Verarmungsrisiko besitzen oder in anderen Teilfaktoren berücksichtigt werden.


Topographische Lage

  • Hangneigung [ + ]
  • Besonnung [ + ]
  • Seesicht [ + ]
  • Bergsicht [ + ]


Mikroerreichbarkeit

  • Nähe zu Bus-Haltestelle [ + ]
  • Nähe zu S-Bahn-Haltestelle [ + ]
  • Nähe zu Autobahnauffahrt [ + ]


Makroerreichbarkeit

  • Arbeitsplatzerreichbarkeits-Index


Lärm- und Schadstoffimmissionen

  • Fluglärm [ - ]
  • Strassenlärm [ - ]
  • Bahnlärm [ - ]
  • NOx-Immissionen [ - ]
  • Nähe zu Hochspannungsleitungen [ - ]


Vorhandene Wohnungen

  • Wohnfläche [ -+ ]
  • Anzahl Zimmer [ -+ ]


Bebauungsdichte

  • Grünflächen [ + ]
  • Gebäudehöhen [ -+ ]
  • Bevölkerungsdichte [ - ]


Erreichbarkeit von institutionellen Dienstleistungen

  • Nähe zu Einkaufszentrum [ + ]
  • Nähe zu Kindergarten/Schulen [ + ]
  • Nähe zu Kinderkrippe [ + ]

Repräsentationsmodell

Modell

Für die Bewertung der Teilfaktoren wurde folgendes Modell erstellt:

Model G8 new.jpg

Bewertung Faktoren

Hangneigung

G8 Hangneigung.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je steiler das Gelände, desto besser ist die Bewertung.
Wohnlagen am steileren Gelände ist meistens exklusiver und teurer. Durch die abnehmende Steilheit wird die Aussicht versperrt und die Beschattung durch Nachbarbauten nimmt zu.
  • Datengrundlage: RASTERDATEN, SWISSTOPO_DHM25


Besonnung

G8 Besonnung.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je südlicher die Hänge ausgerichtet sind, desto besser ist die Bewertung.
Wohnlagen an Südhängen sind sehr attraktiv, da die Sonnenscheindauer sehr hoch ist. Wohnlagen an Nordhängen besitzen kaum direkte Sonneneinstrahlungen und sind darum schlechter zu bewerten.
  • Datengrundlage: RASTERDATEN, SWISSTOPO_DHM25


Nähe zu Bus-Haltestelle

G8 Nähe zu Bus-Haltestelle.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner die Distanz zu den Bus-Haltestellen, desto besser ist die Bewertung. In der Bewertung wird die Bedienhäufitgkeit (Fahrplantakt) der Haltestelle nicht berücksichtigt.
Bus-Haltestellen sind nur attraktiv, wenn sie sich in der nahen Umgebung befinden oder in einer kurzen Zeit erreichbar sind.
  • Datengrundlage: ZH_VERKEHR, OEV_HALTESTELLEN_P, 4
4 = Bushaltestellen


Nähe zu S-Bahn-Haltestelle

G8 Nähe zu S-Bahn-Haltestelle.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner die Distanz zu den S-Bahn-Haltestellen, desto besser ist die Bewertung. In der Bewertung wird die Bedienhäufitgkeit (Fahrplantakt) der Haltestelle nicht berücksichtigt.
Bus-Haltestellen sind nur attraktiv, wenn sie sich in der nahen Umgebung befinden oder in einer kurzen Zeit erreichbar sind.
  • Datengrundlage: ZH_VERKEHR, OEV_HALTESTELLEN_P, 3
3 = Bahnhaltestellen


Strassenlärm

G8 Strassenlärm.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner der Strassenlärm, desto besser ist die Bewertung.
Lärmbelastete Liegenschaften sind meist Kostengünstiger und ziehen darum auch eher Schlechtverdienende an. Besserverdienende können sich die nötigen lärmvermindernden Massnahmen leisten.
  • Datengrundlage: RASTERDATEN, LAERM_STR_TAG


Bahnlärm

G8 Bahnlärm.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner der Bahnlärm, desto besser ist die Bewertung.
Lärmbelastete Liegenschaften sind meist Kostengünstiger und ziehen darum auch eher Schlechtverdienende an. Besserverdienende können sich die nötigen lärmvermindernden Massnahmen leisten.
  • Datengrundlage: RASTERDATEN, LAERM_BAHN_TAG


NOx-Immissionen

G8 NOx-Immissionen.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner die NOx-Belastung, desto besser ist die Bewertung.
Schadstoffbelastete Liegenschaften sind meist Kostengünstiger und ziehen darum auch eher Schlechtverdienende an.
  • Datengrundlage: ZH_AWEL, IMMISSION_NOX_2010_F


Nähe zu Hochspannungsleitungen

G8 Nähe zu Hochspannungsleitungen.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je grösser die Distanz zu den Hochspannungsleitungen, desto besser ist die Bewertung.
Liegenschaften in der Nähe von Hochspannungsleitungen sind meist Kostengünstiger und ziehen darum auch eher Schlechtverdienende an.
  • Datengrundlage: CH_SWISSTOPO_VEC25, V25_EINZELOBJEKTE_L, "OBJECTVAL" = 'HSP_Ltg'
HSP_Ltg = Hochspannungsleitung


Nähe zu Grünflächen

G8 Nähe zu Grünflächen.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner die Distanz zu den Grünflächen, desto besser ist die Bewertung.
  • Datengrundlage: RASTERDATEN, BFS_AREALSTAT_85_97, ("areal97" <= 11) OR ("areal97" = 21)
1 = Geschlossener Wald
2 = Aufgelöster Wald
3 = Gebüschwald
4 = Gehölz
5 = Rebbau
6 = Obstbau
7 = Gartenbau
8 = Wies- und Ackerland
9 = Heimweiden
10 = Maiensässe, Heualpen, Bergwiesen
11 = Alp- und Juraweiden
21 = Erholungs- und Grünanlagen


Bevölkerungsdichte

G8 Bevölkerungsdichte.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner die Bevölkerungsdichte, desto besser die Bewertung.
Schwach besiedelte Liegenschaften sind meist ein Index für Besserverdienende (Einfamilienhäuser, Villen, usw.).
  • Datengrundlage: CH_BFS, VZ2000_VIEW1, p00btot
p00btot = Wohnbevölkerung mit wirtschaftlichen Wohnsitz 2000, Total


Nähe zu Einkaufszentren

G8 Nähe zu Einkaufszentren.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner die Distanz zu den Einkaufszentren, desto besser ist die Bewertung.
  • Datengrundlage: CH_BFS, BZ2008_P_CODE_UNT_P_DS_3, "b0808471101" OR "b0808471102" OR "b088471103"
"b0808471101" = Verbrauchermärkte
"b0808471102" = Grosse Supermärkte
"b0808471103" = Kleine Supermärkte


Nähe zu Kindergarten/Schulen

G8 Nähe zu Kindergarten-Schulen.jpg

  • Bewertungsüberlegungen: Je kleiner die Distanz zu den Schulen, desto besser ist die Bewertung.
  • Datengrundlage: CH_BFS, BZ2008_P_CODE_UNT_P_DS_4, "b0808851000" OR "b0808852001" OR "b0808852002" OR "b0808852003" OR "b0808853101"
"b0808851000" = Kindergärten und Vorschulen
"b0808852001" = Primarschulen
"b0808852002" = Sonderschulen
"b0808852003" = Obligatorische Schulen A. n. g.
"b0808853101" = Bezirks-, Sekundar-, Realschulen, Oberstufen der Primarschulen

Gewichtung Faktoren

Es wurde folgende Gewichtung der übergeordneten Faktoren und Teilfaktoren vorgenommen:

Gewichtung Armut final.png

Risikokarte für Verarmung

Armutsrisiko.jpg

Desto höher der Wert des Risikos (rot = 100), umso grösser ist das Potenzial für eine Verarmung der Bevölkerung im betroffenen Gebiet.

Zukünftige Entwicklung Region Winterthur [Übung 2]

Nutzungen

Wohnen

Nr. Typ Mindestfläche Ausgeschiedene Fläche
11 Siedlungsverdichtungsgebiet 33 ha 82.2 ha
12 Gebiete mit "Elitäres Wohnen" - -
13 Wohngebiete mit hoher Dichte 31 ha 39.4 ha
14 Wohngebiete mit mittlerer Dichte 27 ha 28.4 ha
15 Wohngebiete mit geringer Dichte 36 ha 36.3 ha
  • Bemerkung: Die ausgeschiedenen Wohngebiete befinden sich auf bestehenden Bauzonen. Für die Beurteilung von geeigneten Gebieten, wurde die Zonierung berücksichtigt. Relevante Bauzonen sind solche die baureif, innert 5 Jahren baureif oder längerfristig baureif sind. Es wurde darauf geachtet, dass das Risiko von Verarumung in den ausgeschiedenen Gebieten tief ist.
  • Datengrundlage: ZH_ARV, NUTZUNGSUEBERSICHT_06_F, Item = NBC, ABC: S, 5J, XJ und Gruppe 8, RisikoVerarmung
S = baureif
5J = innert 5 Jahren baureif
XJ = längerfristig baureif
  • Vorgaben:
Siedlungsverdichtungsgebiet Einwohnerdichte: + 75 P/ha
Gebiete "Elitäres Wohnen" Einwohnerdichte: bis 10 P/ha
Wohngebiete mit hoher Dichte Einwohnerdichte: bis 150 P/ha
Wohngebiete mit mittlerer Dichte Einwohnerdichte: bis 75 P/ha
Wohngebiete mit geringer Dichte Einwohnerdichte: bis 25 P/ha

Arbeit und Dienstleistung

Nr. Typ Mindestfläche Ausgeschiedene Fläche
21 Neue Gewerbe, Dienstleistungs- oder Industriegebiete 10 ha 11.6 ha
22 Neues Gross-Einkaufszentrum (Glatt 2) 2 ha 2.2 ha
23 Neues Forschungs- und Technologiezentrum - FHW 3 ha 3 ha
  • Bemerkung: Die ausgeschiedenen Arbeits- und Dienstleistungsgebiete befinden sich auf bestehenden Bauzonen. Für die Beurteilung von geeigneten Gebieten, wurde die Zonierung berücksichtigt. Relevante Bauzonen sind solche die baureif, innert 5 Jahren baureif oder längerfristig baureif sind. Zusätzlich wurde berücksichtigt, ob die Gebiete sich für puplikumsintensive Anlagen (Evaluation der geeigneten Standorte für UEC) eignen. Es wurden nur Gebiete verwendet, welche eine hohe Erschliessungsqualität aufweisen.
  • Datengrundlage: ZH_ARV, NUTZUNGSUEBERSICHT_06_F, Item = NBC, ABC: S, 5J, XJ und GIS2 2012 Gruppe 4, Erschliessungsquali und GIS2 2012 Gruppe 6, EignungPublikumsAnlag
S = baureif
5J = innert 5 Jahren baureif
XJ = längerfristig baureif
  • Vorgaben:
Neue Gewerbe, Dienstleitungs- oder Industriegebiete -
Neues Gross-Einkaufszentrum (Glatt2) 1 Stk
Neues Forschungs- und Technologiezentrum - FHW 1 Stk

Ver- und Entsorgung

Nr. Typ Mindestfläche Ausgeschiedene Fläche
31 Deponie 3 ha 3.1 ha
32 Holz-/Biogas Kombi Heizkraftwerk 2 ha 2 ha
  • Bemerkung: Die ausgeschiedenen Ver- und Entsorgungsgebiete befinden sich auf der Landwirtschaftszone. Es wurden nur Gebiete ausgeschieden, welche kein ökologischen oder ein tiefes Entwicklungspotenzial aufweisen.
  • Datengrundlage: ZH_ARV, NUTZUNGSUEBERSICHT_06_F und GIS2 2012 Gruppe 6, PotOekolEntwickl
  • Vorgaben:
Deponie 1 oder 2 à 1.5 ha
Holz-/Biogas Kombi Heizkraftwerk 1 Stk

Verkehr

  • Vorgaben:
Gebiete für Langsamverkehr optional
Gebiete für ÖV-Auswertung optional
Strassen -

Ist nicht notwendig, da grösstenteils bestehende Bauzonen verwendet wurden.

Neue ÖV-Haltestellen optional

Erholung

Nr. Typ Mindestfläche Ausgeschiedene Fläche
51 Allg. Erholungsgebiete (Parks, Picknik, Baden, etc.) 100 ha 100.5 ha
52 Sportplatz (Fussball/Tennis/etc.) 10 ha 10.3 ha
53 Golfplatz 80 ha 85 ha
  • Bemerkung: Die ausgeschiedenen Erholungsgebiete befinden sich im Wald. Die Sportplätze wurden in Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen (OeBA) angeordnet. Der Golfplatz wurde in der Landwirtschaftszone realisiert. Das ökologische Entwicklungspotenzial wurde bei der Gebietsausscheidung berücksichtigt.
  • Datengrundlage: ZH_ARV, NUTZUNGSUEBERSICHT_06_F, Item = NBC, ABC: S, 5J, XJ und GIS2 2012 Gruppe 6, PotOekolEntwickl
S = baureif
5J = innert 5 Jahren baureif
XJ = längerfristig baureif
  • Vorgaben:
Allg- Erholungsgebiete (Parks, Picknik, Baden, etc.) 1 Anlage pro Gemeinde
Sportplatz (Fussball/Tennis/etc.) 2 Anlagen
Golfplatz 1 Anlage

Natur- und Landschaft

Nr. Typ Mindestfläche/-länge Ausgeschiedene Fläche/-länge
61 Neue Naturschutz- Biotopflächen 3 ha 3.1 ha
62 Ausdolung und/oder Bachrevitialisierung 2 km 2.1 km
63 Fördergebiet für Landschaftsqualität Landwirtschaft 30 ha 30.1 ha
  • Vorgaben:
Neue Naturschutz- Biotopflächen -
Ausdolung und/oder Bachrevitalisierung -
Fördergebiet für Landschaftsqualität Landwirtschaft -

Karte Zukünftige Entwicklung Region Winterthur

Unter Berücksichtigung der Vorgaben, wurde der nachfolgende Plan entwickelt:

Plan grp 08.jpg

Wirkungsanalyse [Übung 3]

In der Wirkungsanalyse werden die verschiedenen Planungen (Gruppen 1-10) mit der Risikokarte für Verarmung kombiniert. Mit Hilfe der Wirkungsmatrix zum Bewertungsmodell werden anschliessend die Planungen bewertet.

Wirkungsmatrix

Wirkungsmatrix zum Bewertungsmodell

Wirkungsmatrix G8.jpg

Erläuterung Wirkungsmatrix

Bewertungsstufe 0-5

  • BewSt 0: tiefes Risiko das Verarmung stattfindet
  • BewSt 5: hohes Risiko das Verarmung stattfindet
Wohnen
  • Wohnen in Gebieten mit einem tiefen Risiko (BewSt 0&1) wird positiv gewertet. -> Risiko für Verarmung eher gering
  • Wohnen mit geringer Dichte wird in Gebieten mit einem hohen Risiko (BewSt 4&5) weniger negativ gewertet, als Wohnen mit hoher Dichte -> weniger dichtes Wohnen ist ein Anzeichen für Wohlstand
Arbeit und Dienstleistung
  • Arbeit und Dienstleistung in Gebieten mit einem tiefen Risiko (BewSt 0&1) wird negativ gewertet -> Verbrauch von geeigneten Bauflächen für Wohnnutzungen
  • Einkaufszentren in Gebieten mit einem hohen Risiko (BewSt 4&5) werden im gegensatz zu den anderen Nutzungen negativ gewertet -> der Nutzen durch Arbeitsplätze ist gering und die Wohnqualität nimmt ab
Öffentliche Bauten und Anlagen
  • Öffentliche Bauten und Anlagen in Gebieten mit einem tiefen Risiko (BewSt 0&1) sind negativ zu werten -> Verbrauch von geeigneten Bauflächen für Wohnnutzungen
  • Öffentliche Bauten und Anlagen in Gebieten mit einem hohen Risiko (BewSt 4&5) sind negativ zu werten -> das Risiko von Verarmung wird weiter erhöht
Verkehr
  • Strassen in Gebieten mit einem tiefen Risiko (BewSt 0&1) sind negativ zu werten -> Verbrauch von geeigneten Bauflächen für Wohnnutzungen überwiegt den Nutzen durch die Erschliessung
  • Strassen in Gebieten mit einem hohen Risiko (BewSt 4&6) sind negativ zu werten -> die zusätzliche Lärmbelastung überwiegt den Nutzen durch die Erschliessung
  • Langsamverkehrsverbindungen und ÖV-Aufwertungen/Haltestellen in Gebieten mit einem tiefen Risiko (BewSt 0&1) sind neutral zu werten -> haben keinen Einfluss auf das Riskio von Verarmung
  • Langsamverkehrsverbindungen und ÖV-Aufwertungen/Haltestellen in Gebieten mit einem hohen Risiko (BewSt 4&6) sind positiv zu werten -> erhöht die Erschliessungsqualität und steigert dadurch die Attraktivität
Erholung
  • Allg. Erholungsgebiete und Sportplatz in Gebieten mit einem tiefen Risiko (BewSt 0&1) sind neutral zu werten -> haben keinen Einfluss auf das Riskio von Verarmung
  • Allg. Erholungsgebiete und Sportplatz in Gebieten mit einem hohen Risiko (BewSt 4&6) sind positiv zu werten -> erhöht die Attraktivität
  • Golfplatz ist neutral zu werten -> hat keinen Einfluss auf das Riskio von Verarmung
Natur- und Landschaft
  • Naturschutz-Biotoflächen und Fördergebiete für ökologischer Ausgleich in Gebieten mit einem tiefen Risiko (BewSt 0&1) sind neutral zu werten -> haben keinen Einfluss auf das Riskio von Verarmung
  • Naturschutz-Biotoflächen und Fördergebiete für ökologischer Ausgleich in Gebieten mit einem hohen Risiko (BewSt 4&6) sind positiv zu werten -> erhöht die Attraktivität
  • Ausdolung und/oder Bachrevitialisierung ist neutral zu werten -> hat keinen Einfluss auf das Riskio von Verarmung

Bewertung

Plan 1

Wp1e8.jpg

Plan 2

Wp2e8.jpg

Plan 3

Wp3e8.jpg

Plan 4

Wp4e8.jpg

Plan 5

Wp5e8.jpg

Plan 6

Wp6e8.jpg

Plan 7

Wp7e8.jpg

Plan 8

Wp8e8.jpg

Plan 9

Wp9e8.jpg

Plan 10

Wp10e8.jpg


Fazit

Bei der Bewertung der Pläne wird auf die Anzahl der roten (-2) und grünen (2) Gebiete, im Verhältnis zu den gesamten ausgeschiedenen Gebiete, geachtet.

Die Punktzahlen sind nicht aussagekräftig, da das Modell die bestehenden Siedlungsgebiete (IST-Zustand) beurteilt und nicht zur Beurteilung von Gebieten ausserhalb des bestehenden Siedlungsgebiets geeignet ist. Dieser Umstand führt dazu, dass die Anzahl der gelben (0) Gebiete in allen Planungen hoch ist (neues Siedlungsgebiet).

Basierend auf der Bewertungsmatrix, dem Bewertungsmodells und aus dem Expertenausschusses gingen folgende Rangierungen der Planungen hervor:

  1. Planung Gruppe 10
  2. Planung Gruppe 5
  3. Planung Gruppe 8

SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse zeigt die Anwendungsmöglichkeiten auf, welches das Modell bietet bzw. nicht bietet. Zusätzlich werden die Chancen und Gefahren für die Planung beurteilt.

SWOT Jetzt Potenzial
Positiv Stärken:
  • Durch die verwendeten Faktoren (übergeordnete Faktoren und Teilfaktoren) werden viele Themenfelder berücksichtigt.
  • Die verwendeten Teilfaktoren werden den verschiedenen Anforderungen gerecht (verschiedene Einzugsradien Bus-Haltestellen und S-Bahn-Haltestellen / Bahn- und Strassenlärm usw.).
Chancen:
  • Es wird nur das Risiko dargestellt, Verarmung muss in den betroffenen Gebieten nicht stattfinden.
  • Durch Aufwertung oder qualitätsvollen Neubauten kann das Risiko minimiert werden.
Negativ Schwächen:
  • Nicht alle Faktoren konnten im Modell berücksichtigt werden (fehlende Daten oder Zeitmangel).
  • Es wurde nicht berücksichtigt, dass für die Risikoanalyse nur Siedlungsflächen relevant sind (IST-Zustand wird beurteilt / Killerkriterium).
  • Es wird ein mögliches Risiko aufgezeigt, ob ein Handlungsbedarf notwendig ist, muss weiter untersucht werden.
Risiken:
  • Modell eignet sich weniger für die Beurteilung von zukünftigen Entwicklungen (Szenarien).