Team 04 2018

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Gemeinden des Kantons Graubünden 1


Hochschule für Technik Rapperswil

Modul: Visuelle Kommunikation 3 RAG
Thema: Steinbockpopulation im Kanton Graubünden
Studierende: Stefanie Bregenzer, Mirjam Junod
Dozent: Claudio Büchel
Datum: 19.12.2018

Aufgabenstellung

Im Modul «Visuelle Kommunikation 3» ist die Aufgabenstellung eine geoinformationsbasierte Arbeit über ein raumplanerisches Thema zu schreiben. Das Spektrum der Themenwahl beläuft sich von Bauzonenanalyse, Windenergiestandorte, Fussballstadien, Verkehrserschliessung bis hin zu Weinanbau und Skigebiete.


Themenwahl
Zu Beginn der Arbeit befasst man sich mit der Themenauswahl. Zur Auswahl stehen Tierpopulationen, Bauzonenanalysen oder sonstige raumplanerische Anliegen. Die Entscheidung fällt am Ende auf die Analyse von Steinbockpopulationen in der Schweiz. Die Aufgabe wird sein, die optimalen Lebensbedingungen für Steinböcke zu definieren und in einem weiteren Schritt die zutreffenden Flächen im GIS ausscheiden. Im Anschluss werden Gebiete definiert, welche für die Weiterentwicklung von Steinbockpopulationen auf Grund der Kriterien am geeignetsten für die Steinböcke ist.
In einem zweiten Teil werden jene Gebiete, in welchen die Lebensbedinungen gut bis optimal ist mit den Daten der bestehenden Schutzzonen und Steinbockpopulationen verschnitten. Daraus können Erkenntnisse gezogen werden, in welchen Gebieten neue Schutzzonen für Steinböcke möglich und nötig wären, um den Wachstum von neuen Populationen in jenen Gebieten zu fördern.


Perimeter
Auf Grund der Datenlage wird der Betrachtungsbereich auf den Kanton Graubünden festgelegt. Der Kanton Graubünden ist ausgewählt worden, da er mit dem Wallis zusammen die beste Ausgangslage für eine Studie liefert. Der Vorteil am Kanton Graubünden, im Vergleich zum Wallis gibt es dort mehr Täler in verschiedene Richtungen. In Zukunft werden alle Daten auf diesen Bereich begrenzt.

Arbeitsschritte Teil 1

Arbeitsschritt 1: Kriterien festlegen

Mit Hilfe einer Webseite 2 über Steinböcken wird ein Steckbrief erstellt, welche Faktoren für den Lebensraum von Steinböcken in der Schweiz wichtig sind. Basierend auf diesem Steckbrief sollen Kriterien definiert werden, welche als Gradmesser dienen sollten, was ein guter Lebensraum ausmacht.

Kriterien Hintergrund Quellen
Höhe 2000-3200/3500 müm map.geo.admin.ch
Hangexposition Südhang map.geo.admin.ch
Gelände Fels, Geröll mit wenig Vegetation geodata4edu.ch
Einzelgebäude Bauten ausserhalb der Bauzone geodata4edu.ch
Hangneigung ab 30°-70° im Winter map.geo.admin.ch
Zonenplan Siedlungsgebiet geodata4edu.ch
SAC-Hütte Tourismusintensive Orte Schweizer Alpen-Club (SAC)

Arbeitsschritt 2: Bewertungsraster erstellen

Der Bewertungsraster ist ein weiterer Bestandteil der Arbeit und ein Instrument, um die Kriterien zu ordnen und zu bewerten. Dabei werden für alle Kriterien Unterkriterien erstellt und diese mit Punkte zwischen 1 und 5 versehen.

Medium:Bewertungsraster Steinböcke.pdf

Arbeitsschritt 3: Daten beschaffen

In einem weiteren Schritt wird überprüft, welche Daten zugänglich sind und welche mit anderen so verschnitten werden können, dass der gewünschte Datensatz daraus entsteht. Die zugänglichen Daten werden entweder aus dem Internet exportiert oder via Anfrage beschafft. Dies war bei den Hütten des Schweizer Alpenclubs, sowie bei allen Schutzgebieten der Fall. Der Zugang zu den Daten der SAC Hütten wurde vom SAC selbst gewährt, an die Daten der Schutzgebiete gelangt man über das Bundesamt für Umwelt in Bern.


Arbeitsschritt 4: Daten aufbereiten (SAC-Hütten)

1. Die Dateien «Auswahl SAC Hütte GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Euclidean Distance» wird geöffnet
3. Dann wird das SAC Hütten-Shape als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. Die Outputgrösse wird auf 100m festgesetzt
5. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster das Shape-File der Kantonsgrenze von Graubünden als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem «Euclidean Distance»-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte aus der Exceltabelle festgesetzt
10. Dann wird jedem Grenzwert die zuvor definierte Punktzahl aus der Exceltabelle zugewiesen
11. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Euclideandatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
12. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

4.3
4.11
4.9


Arbeitsschritt 5: Daten aufbereiten (Hangneigung)

1. Die Dateien «Hoehen_GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Rasterdaten bzw. als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Slope» wird geöffnet
3. Dann wird die zuvor erstellte Rasterdatei «Neigung», welche aus der Datei «Hoehen_GR» mit «Polygon to Raster» entsteht, als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt.
5. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

6. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
7. Die Outputdatei aus dem «Slope»-Tool wird als Inputdatei verwendet
8. Dann wird jedem Grenzwert die zuvor definierte Punktzahl aus der Exceltabelle zugewiesen
9. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
10. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

5.3
5.4
5.8
5.9
5.9

Arbeitsschritt 6: Daten aufbereiten (Höhe)

1. Die Dateien «Hoehen_GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Rasterdaten bzw. als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Reclassify» wird geöffnet, um die Höhen zu klassifizieren
3. Als Inputdatei wird «Hoehen_GR» verwendet
4. Dann wird jedem Grenzwert die zuvor definierte Punktzahl aus der Exceltabelle zugewiesen
5. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
6. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

6.4
6.5
6.5


Arbeitsschritt 7: Daten aufbereiten (Exposition)

1. Die Dateien «Hoehen_GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Rasterdaten bzw. als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Aspect» wird geöffnet
3. Dann wird die zuvor erstellte Rasterdatei «Ausrichtung», welche aus der Datei «Hoehen_GR» entsteht, als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt
5. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

6. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
7. Die Outputdatei aus dem «Aspect»-Tool wird als Inputdatei verwendet
8. Dann wird jedem Grenzwert die zuvor definierte Punktzahl aus der Exceltabelle zugewiesen
9. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
10. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

7.3
7.4
7.8
7.9
7.9

Arbeitsschritt 8: Daten aufbereiten (Siedlungsnähe)

1. Die Dateien «Auswahl Bauzone GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Euclidean Distance» wird geöffnet
3. Dann wird das Bauzonen-Shape als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. Die Outputgrösse wird auf 100m festgesetzt
5. In den Environment Settings wird die Euclideandatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem «Euclidean Distance»-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte aus der Exceltabelle festgesetzt
10. Dann wird jedem Grenzwert die zuvor definierte Punktzahl aus der Exceltabelle zugewiesen
11. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Euclideandatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
12. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

8.3
8.4
8.5
8.10
8.11
8.11


Arbeitsschritt 9: Daten aufbereiten (Bodenbedeckung)

1. Die Dateien «TLM_Bodebedeckung_Graubuenden», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Polygon to Raster» wird geöffnet
3. Dann wird das Bodenbedeckungs-Shape als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. Die Outputgrösse wird auf 100m festgesetzt
5. In den Environment Settings wird die Kantonsgrenze von Graubünden als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem «Polygon to Raster»-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte aus der Exceltabelle festgesetzt
10. Dann wird jedem Grenzwert die zuvor definierte Punktzahl aus der Exceltabelle zugewiesen
11. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
12. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

9.3
9.4
9.5
9.10
9.11
9.11

Arbeitsschritt 10: Daten aufbereiten (Einzelbauten)

1. Die Dateien «foodprints_Auswahl_GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Euclidean Distance» wird geöffnet
3. Dann wird das Bauzonen-Shape als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. Die Outputgrösse wird auf 10m festgesetzt, damit auch einzel stehende Gebäude berücksichtigt werden
5. In den Environment Settings wird die Euclideandatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem «Euclidean Distance»-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte aus der Exceltabelle festgesetzt
10. Dann wird jedem Grenzwert die zuvor definierte Punktzahl aus der Exceltabelle zugewiesen
11. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Euclideandatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
12. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

10.3
10.4
10.5
10.10
10.11
10.11

Arbeitsschritt 11: Daten verschneiden Teil 1

1. Die erarbeiteten Rasterdatensätze Höhen, Neigung, Exposition, SAC-Hütten, Bauzonen, Einzelgebäude und Bodenbedeckung werden im GIS eingelesen
2. Das Tool "Raster Calculator" wird geöffnet
3. Alle 7 Rasterfiles werden addiert
5. In den Environment Settings wird die Euclideandatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem "Raster Calculator"-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte festgesetzt
10. Dann wird jedem Grenzwert die zuvor definierte Punktzahl von 1-5 zugewiesen
11. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Euclideandatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
12. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

11.3
11.4
11.4
11.10
11.11
11.11

Arbeitsschritte Teil 2

Arbeitsschritt 12: Weitere Kriterien festlegen

Nun werden die weiteren Kriterien festgelegt, welche im zweiten Teil zum Ausscheiden der Schutzzonen nötig sind.

Kriterien Hintergrund Quellen
Nationalpark Bevorzugter Lebensraum Bundesamt für Umwelt
Naturschutzgebiete Bevorzugter Lebensraum Bundesamt für Umwelt
Jagdbanngebiete Bevorzugter Lebensraum Bundesamt für Umwelt
Wildruhezone Bevorzugter Lebensraum Bundesamt für Umwelt
Populationen Bestand heute map.geo.admin.ch

Arbeitsschritt 13: Daten aufbereiten (Wildruhezone)

1. Die Dateien «Wildruhezonen_ Auswahl_GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Polygon to Raster» wird geöffnet
3. Dann wird das Wildruhezonen-Shape als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. Die Outputgrösse wird auf 100m festgesetzt
5. In den Environment Settings wird die Kantonsgrenze von Graubünden als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem «Polygon to Raster»-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte festgesetzt, Alle Werte = 1 NoData = 0
10. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
11. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

13.3
13.5
13.9
13.10
13.10


Arbeitsschritt 14: Daten aufbereiten (Jagdbanngebiete)

1. Die Dateien «Jagdbanngebiete_ Auswahl_GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Polygon to Raster» wird geöffnet
3. Dann wird das Jagdbanngebiet-Shape als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. Die Outputgrösse wird auf 100m festgesetzt
5. In den Environment Settings wird die Kantonsgrenze von Graubünden als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem «Polygon to Raster»-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte festgesetzt, Alle Werte = 1 NoData = 0
10. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
11. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

14.3
14.5
14.9
14.10
14.10


Arbeitsschritt 15: Daten aufbereiten (Wildschutzzone)

1. Die Dateien «Wildtierschutzzonen_ Auswahl_GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Polygon to Raster» wird geöffnet
3. Dann wird das Wildtierschutzzonen-Shape als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. Die Outputgrösse wird auf 100m festgesetzt
5. In den Environment Settings wird die Kantonsgrenze von Graubünden als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem «Polygon to Raster»-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte festgesetzt, Alle Werte = 1 NoData = 0
10. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
11. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

15.3
15.5
15.9
15.10
15.10


Arbeitsschritt 16: Daten aufbereiten (Steinbockpopulationen)

1. Die Dateien «Steinboecke_Population_ Auswahl_GR», sowie «Kantonsgrenze Graubünden» werden als Shape-File im GIS eingelesen
2. Das Tool «Polygon to Raster» wird geöffnet
3. Dann wird das Steinbockpopulations-Shape als Input eingelesen und der Output als Rasterdatei abgespeichert
4. Die Outputgrösse wird auf 100m festgesetzt
5. In den Environment Settings wird die Kantonsgrenze von Graubünden als Referenz gewählt
6. Der Prozess wird ausgeführt und die Rasterdatei entsteht

7. Dann wird das Tool «Reclassify» geöffnet, um die entstandenen Flächen zu klassifizieren
8. Die Outputdatei aus dem «Polygon to Raster»-Tool wird als Inputdatei verwendet
9. Unter «Classify» werden die neuen Grenzwerte festgesetzt, Alle Werte = 1 NoData = 0
10. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
11. Mit «ok» wird die neue Datei erzeugt

16.3
16.5
16.9
16.10
16.10


Arbeitsschritt 17: Daten verschneiden Teil 2

1. Die Rasterdatensätze Wildtierschutzzonen, Jagdbanngebiete, Steinbockpopulationen und Wildruhezonen werden als Shape-File ins GIS eingelesen
2. Das Tool "Raster Calculator" wird geöffnet
3. Alle 4 Rasterfiles werden multipliziert
4. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
5. Mit "ok" werden die Daten multipliziert

6. Das Tool "Raster Calculator" wird geöffnet
7. Die aus dem Raster Calculator entstandene Datei mit dem Ergebnis von Teil 1 multiplizieren
8. In den Environment Settings, unter Processing Extent, wird als Snap Raster die Reclassifydatei von den SAC Hütten als Referenz gewählt. Unter Raster Analysis wird die Zellengrösse nach der gleichen Referenz gewählt. Sie soll 100 betragen
9. Mit "ok" werden die Daten multipliziert

17.3
17.4
17.4
17.7
17.8
17.8


Resultate Lebensräume

Karte

Durch das Verschneiden aller erhobenen Daten entstand eine Karte, welche die möglichen Lebensräume der Steinböcke im Kanton Graubünden bezeichnet. Analog zu allen verwendeten Daten wurde diese Karte auch im 5 Kategorien unterteilt (siehe Arbeitsschritt 17). So erhielten die Gebiete, in welchen sich Steinböcke nie aufhalten eine 1 und der ideale Lebensraum bekam eine 5. Auf der Karte sind die ungeeigneten Gebiete mit rot und die geeigneten mit grün verzeichnet.


Mögliche Lebensräume der Steinböcke im Kanton Graubünden 68

Medium:Teil_1_Heatmap.pdf

Überprüfung und Interpretation der Resultate

In einem ersten Schritt wird betrachtet, ob die Einfärbungen ungefähr Sinn ergeben. Da es sich bei den grün ausgeschiedenen Flächen meist um Gebirgszüge handelt, scheint das Ergebnis plausible. Ebenso, dass alle besiedelten Täler rote Flächen aufweisen. Um die Ergebnisse noch einer genaueren Überprüfung zu unterziehen, werden die grün ausgeschiedenen Zonen mit den bestehenden Steinbockpopulationen verglichen. Dabei stellt sich heraus, dass die Kategorien «Lebensraum» und «Bewohnbar» mit den Populationen zu einem grossen Teil übereinstimmen. Im Verhältnis wurde mehr ausgeschieden, als in Realität. Es gibt 6 Gebiete, welche als Lebensraum vom Computer ausgeschieden wurden, jedoch in der Realität keine Steinbockpopulationen aufweisen.


Lebensräume der Steinböcke im Kanton Graubünden im Vergleich mit bestehender Population 69

Medium:Teil_1_Heatmap_pop.pdf


Folgende Gründe könnte für diese Abweichung verantwortlich sein:

-Der Datensatz zur Bodenbedeckung war nicht vollständig, es fehlten verschiedene Arten von Bodenbedeckungen. Die fehlenden Flächen könnten in einem weiteren Schritt ergänzt werden.
-Die Populationen sind nicht ganz genau dokumentiert, da es schwierig ist, den bewohnten Bereich der Steinböcke auf Grund ihrer bewegten Lebensweise klar zu bestimmen. In diesem Fall müsste genau recherchiert werden, wie die Art der Erhebung war und wie detailliert und verlässlich die Daten sind. Allenfalls müssten die Daten neu erhoben werden, um den Genauigkeitsgrad zu steigern.
-Ein weiterer Grund könnte auch sein, dass es sich um nicht geschützte Gebiete handelt und daher die Steinböcke diese Gebiete als Lebensraum nicht in Betracht ziehen. Dies wird im Teil 2 mit möglichen Schutzzonen überprüft. Stimmen die möglichen Schutzzonen mit den möglichen Lebensräumen überein, liegt es nahe, dass die Annahme zutreffen könnte.
-Momentan sind alle Kriterien gleich stark gewichtet, dies könnte bei gewissen Kriterien nicht zutreffen. Diese müssten in einem weiteren Schritt von einer Fachperson analysiert und mit einer Gewichtung versehen werden.


Stärkere Gewichtung bestimmter Kriterien:
Um ein erstes Bild zu erhalten, welche Kriterien stärker gewichtet werden müssten, werden die 6 abweichende Gebiete analysiert.


Mögliche Lebensräume der Steinböcke im Kanton Graubünden ohne bestehende Populationen 70

Medium:Teil_1_keine_Popu.pdf



Gebiet 1: Piz Ganaretsch

Piz Gannaretsch 71

-Südhänge sind nicht vorhanden (grösstenteils Nord-Süd-Täler)


Gebiet 2: Surselva, Tödi-Bifertenstock

Surselva, Tödi-Bifertenstock 72

-keine Kriterien


Gebiet 3: Val Bergaglia, Cima di Castello

Val Bergaglia, Cima di Castello 73

-Südhänge nicht vorhanden (grösstenteils Nord-Süd-Täler)
-Bodenbedeckung: Gletschergebiet


Gebiet 4: Bernina-Morteratsch-Gebiet

Bernina-Morteratsch-Gebiet 74

-Südhänge nicht vorhanden (grösstenteils Nord-Süd-Täler)
-Bodenbedeckung: Gletschergebiet


Gebiet 5: Val Mora

Val Mora 75

-keine Kriterien


Gebiet 6: Piz Pisoc – Piz Tavür – Piz Nair 1)

Piz Pisco - Piz Tavür - Piz Nair 76

-Südhänge nicht vorhanden (grösstenteils Nord-Süd-Täler)


Aus der Analyse kann geschlossen werden, dass es scheint, als würden Südhänge, sowie die Bodenbedeckung "Gletscher" einen höheren Stellenwert bedürfen, als die anderen Kriterien. Wobei es bei den Südhängen auch daran liegen kann, dass es im Moment nicht genügend Steinböcke gibt, um diese Gebiete zu besiedeln. Beim Gletscher könnte es sein, dass die Bedingungen um die Gletscher für Steinböcke gut sind, jedoch wird das Gebiet durch die Gletscher getrennt. In beiden Fällen müsste geprüft werden, ob es sich um nicht zumutbare Lebensbedingungen handelt oder ob es schlicht zu wenig Steinböcke gibt, um diese Gebiete zu besiedeln. In diesem Fall könnte ein Schutzgebiet von Nöten sein, um eine Belebung zu fördern.

Resultate Mögliche Schutzgebiete

Karte

In einem zweiten Schritt werden die im Teil 1 erhaltene Karte weiterverarbeitet. Sie werden mit den bestehenden Steinbockopulationen, Jagdbanngebieten, Wildruhezonen und Wildtierschutzzonen verschnitten. Somit wird aufgezeigt, welche Gebiete sich für Lebensräume eignen würden, dort aber noch keine leben. Um die Steinbockpopulationen zu fördern, könnten in diesen errechneten Gebieten Schutzgebiete ausgeschieden werden.


Ausgeschiedene Schutzgebiete für Steinböcke im Kanton Graubünden 77

Medium:Teil_2_Schutzgebiete.pdf

Überprüfung und Interpretation der Resultate

Die im Plan eingezeichneten Ellipsen machen jene Gebiete ersichtlich, in denen es sich lohnen würde ein Schutzgebiet zu erstellen. Mit diesen Gebieten würden sich die Steinböcke eventuell weiter vermehren und ausdehnen, da es sich um gute Lebensräume handelt, welche zusätzlich geschützt werden. Wie bereits erwähnt, ist nicht bekannt, wie die Daten der bestehenden Populationen erhoben wurden. Daher kann mit dieser Arbeit nicht belegt werden, weshalb es in diesen Regionen keine Steinbockkolonien gibt. Ein möglicher Grund dafür könnte jedoch die fehlenden Schutzgebiete sein. Die Tiere fühlen sich an den betreffenden Orten nicht sicher oder werden vermehrt gestört. Somit ziehen sie andere Räume eher vor. Im Kanton Graubünden leben heute ca. 6000 Steinböcke, dies ist die Hälfte des Schweizer Bestandes 77. Um diese Zahl noch zuvergrössern, ist es wichtig weitere Schutzgebiete für Steinböcke auszuscheiden.

Fazit

Die Auswertungen im GIS visualisieren auf verständliche Weise die Ergebnisse dieser Arbeit. Diese Analysen können Behörden helfen, mögliche Lebensräume für Steinböcke aufzuzeigen, sowie die Problematik zum Thema Wildschutz zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Zur Realisierung müssten die erarbeiteten Daten mit den vorgeschlagenen Veränderungen überarbeitet und anschliessend mit dem Kanton beziehungsweise den lokalen Behörden besprochen und abgeglichen werden. Die Arbeit soll das Ausscheiden von neuen Schutzgebieten vorantreiben und den potentiellen Gebieten mehr Qualität verleihen. So soll der Vorbestand der Steinböcke gesichtert und die Ausdehnung dieser Art gefördert werden.

Einzelnachweise

1 Bild "Gemeinden des Kantons Graubünden", wikipedia.com, 12.12.2018
2 Internetseite "Respektiere deine Grenzen - Steinbock" [1], 19.12.18
3-67 Anweisungen Arbeitsschritt 1-17, eigene Darstellung, 30.11.18 68 GIS Auswertung "Mögliche Lebensräume der Steinböcke im Kanton Graubünden", 19.12.18
69 GIS Auswertung "Mögliche Lebensräume der Steinböcke im Kanton Graubünden im Vergleich mit bestehenden Populationen", 19.12.18
70 GIS Auswertung "Mögliche Lebensräume der Steinböcke im Kanton Graubünden ohne bestehenden Populationen", 19.12.18
71 Kartenausschnitt "Piz Ganaretsch", map.geo.admin.ch, 18.12.18
72 Kartenausschnitt "Surselva, Tödi-Bifertenstock", map.geo.admin.ch, 18.12.18
73 Kartenausschnitt "Val Bergaglia, Cima di Castello", map.geo.admin.ch, 18.12.18
74 Kartenausschnitt "Bernina-Morteratsch-Gebiet", map.geo.admin.ch, 18.12.18
75 Kartenausschnitt "Val Mora", map.geo.admin.ch, 18.12.18
76 Kartenausschnitt "Piz Pisoc-Piz Tavür-Piz Nair", map.geo.admin.ch, 18.12.18
77 GIS Auswertung "Auszuscheidende Schutzgebiete für Steinböcke im Kanton Graubünden", 19.12.18
78 Internetseite "Graubünden" [2], 20.12.18